Es hat mich in den Fingern gejuckt bis zum geht nicht mehr. Je länger ich darüber nachgedacht habe, warum ich in letzter Zeit nicht oder fast gar nicht genäht habe und es mir auch nicht so wirklich Spaß gemacht hat, desto klarer wurde mir, dass es nicht nur an der knappen Zeit liegt, sondern auch daran, dass ich keinen gescheiten Platz zum Nähen habe. In der Küche nähen ist total nervig und im Wohnzimmer ist zwar genug Platz, aber ich muss ständig hin- und herrennen, weil ich was brauche und der Tisch dort ist definitiv viel zu niedrig
Und am Freitag hat es mich dann gepackt, ich hab mir unser Arbeitszimmer vorgeknöpft. Das Zimmer ist nicht sehr groß und als Schlauch geschnitten. Dadurch kann man ja nicht viel in das Zimmer stellen, weil es sonst sofort gestopft wirkt. Deshalb hatten wir uns vor der Hochzeit entschieden ein großes Regal reinzustellen.

Passend zu dem Regal gibt es Körbe, in denen man allen möglichen Kleinkram und vorallem Stoffe gut verschwinden lassen kann
Ansonsten befindet sich nur noch ein selbstgebauter Eckschrank (zum Verstauen von Sauger, Schneiderpuppe etc. ) und ein Eckschreibtisch direkt unterm Fenster in dem Zimmer.
Da mein Mann sich früher relativ selten in dem Zimmer aufgehalten hat, war da nichts mit Bildern an der Wand etc. und als ich meine Sachen ausgepackt habe, habe ich auch vieles erstmal provisorisch untergebracht, hauptsache die Kartons waren weg.
Aber am Freitag war Schluss damit, ich habe aufgeräumt, ausgemistet, meine Stoffe neusortiert, Bilder und Pinwand augehängt und mir überlegt, was ich noch tun kann, damit es dort gemütlicher wird und ich endlich auch einen gescheiten Nähplatz habe.
Das zweite Problem neben der Gemütlichkeit war nämlich der völlig zugestellte Schreibtisch, der eigentlich auch einen Tick zu hoch ist (das Problem habe ich jetzt aber mit einem großen Kissen erledigt). Den auf dem Schreibtisch befanden sich neben meinem PC (samt Tower, weil der so zum unter den Monitor stellen gedacht ist), der Laptop, ein großes Ablagefach, Router, Telefon, Boxen, Stifteboxen etc., definitiv viel, viel zu voll.
Als erstes ist mein PC nach unten gewandert, dadurch wirkt das optisch schon mal viel entspannter als wenn der fette Tower noch oben steht, Router, Telefon etc. sind auf ein Regal gewandert, wodurch das Kabelwirrwarr schon deutlich verbessert wurde und das Ablagefach wanderte in den Regalschrank. Und siehe da, auf einmal sieht der Tisch schon viel größer und aufgeräumter aus. Und vorallem war meine Arbeitsfläche jetzt frei
Deshalb durfte die Nähmaschine jetzt endlich aus der Kiste dauerhaft nach oben auf den Tisch ziehen. Schon das ein- und auspacken hat mich genervt.
Der erste Schritt zu einem Arbeits- und Nähzimmer ist also getan. Noch getan werden muss:
- Spiegelkacheln besorgen, damit ich nicht immer mit den Sachen voller Nadeln ins Schlafzimmer rennen muss und sämtliche Nadeln einsammeln brauche
- Mein Nähzubehör in diese tollen Sortimentskästen einsortieren (Danke, Sabine)
- Ein Nähuntensilo nähen für alle wichtigen Sachen wie Schere etc.
- Garnrollenhalter bei meinem Mann bestellen.
- Kissenhülle für mein Sitzkissen nähen
- Nadelbuch für die Nähmaschinennadeln nähen (eins für meine normalen Nadeln hab ich jetzt schon) (Danke, Alex)
- in naher Zukunft für eine bessere Beleuchtung sorgen
Fotos zeige ich euch, wenn alles fertig ist
LG Simone